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Kunstengagement der Schweizerischen Post

Fred Perrin – La Baume (Die Grotte), 1970–75

Fred Perrins Werk schafft eine präzise Verbindung zwischen Kunst und Architektur und lädt dazu ein, den Raum neu zu entdecken.

Über das Werk

Fred Perrin, La Baume (Die Grotte), 1975, Delémont© Die Schweizerische Post

Eckdaten

Fred Perrin
La Baume (Die Grotte), 1970–75
Aluminiumguss, vertikales Element: 220 × 240 cm, Element im Bassin: 200 × 200 cm
Post Filiale, 2800 Delémont 1

Werkbeschrieb

Seit 2022 erstrahlt die Brunnenskulptur La Baume (Die Grotte) in neuem Glanz: Sie wurde anlässlich des Neubaus zweier Gebäude der Post restauriert und auf dem neuen Platz Métropole installiert. Fred Perrin hatte die Skulptur 1969 für ein Gebäude entworfen, das abgerissen wurde.

Das Werk La Baume besticht durch eine Verdoppelung: Das vertikale, organisch anmutende Element am Kopf des Brunnens scheint sich wie ein Schatten oder eine Spiegelung auf der Wasseroberfläche abzuzeichnen. Im Bassin befindet sich jedoch tatsächlich ein zweites Element. Fliessendes Wasser bringt die beiden Formen in einen Dialog miteinander. Der Titel La Baume – altfranzösisch für Höhle, Grotte – passt einerseits zum Wasserspiel, andererseits zu den Öffnungen der Skulptur, welche durch das Schattenspiel wie Höhlen wirken und an die Felseinschnitte des Jura erinnern.

Zur Person

Maria Pomiansky, 2022/2023, Filzstift auf Papier / Fred Perrin, La Baume, 1975, Delémont© Die Schweizerische Post

Fred Perrin

Der Bildhauer Fred Perrin (1932, Neuenburg–2022, Val-de-Ruz) hat zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum realisiert. Seine organischen Skulpturen sind geprägt von der Landschaft des Jura, in der er aufwuchs und – neben der toskanischen Versilia – lebte. Er suchte Formen, die mit Leere und Dichte, Licht und Schatten, Rundungen und Schnitten spielen. Damit betonte er die Materialität seiner Skulpturen, versuchte sie aber auch aufzulösen. Augenfällig wird dies in La Baume, wenn sich die Linien der Form durch das sie umspülende Wasser immer neu verzerren. Perrin verwendete hauptsächlich Stein, Marmor und Bronze; in seinem Wettbewerbsvorschlag sah er die Skulptur denn auch in Bronze vor. Auf Wunsch der Direktion der eidgenössischen Bauten wurde La Baume jedoch schliesslich in Aluminium realisiert. (JI)

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