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Kunstengagement der Schweizerischen Post

Hans Aeschbacher – Figur II (1970)

Eine kraftvolle Granitskulptur, die aus der Substanz heraus in den Raum wächst und Architektur, Umgebung und menschliche Form in einen stillen Dialog tritt.

Über das Werk

Hans Aeschbacher, Figur II, 1970, Schönenwerd© Die Schweizerische Post

Eckdaten

Hans Aeschbacher
Figur II, 1970
Granit, Höhe: 375 cm
Post Filiale, 5012 Schönenwerd

Werkbeschrieb

Auf einer kleinen Zierfläche links des Eingangs der Filiale der Post in Schönenwerd ist eine Skulptur aus Granit platziert. Sie ist von fünf Zypressen umgeben, welche die in die Höhe strebende Form der durchbrochenen Skulptur aufgreifen. In Sichtweite befindet sich das Haus zum Felsgarten mit dem Bally Schuhmuseum, zudem sind die Werbebanner von Fashion-Outlets auszumachen. Hans Aeschbachers Werk Figur II aus dem Jahr 1970 findet sich hier in einer unprätentiösen Umgebung wieder.

Zur Person

Maria Pomiansky, 2022/2023, Filzstift auf Papier / Hans Aeschbacher, Figur II, 1970, Schönenwerd© Die Schweizerische Post

Hans Aeschbacher

Hans Aeschbacher (1906, Zürich–1980, Uster) war ein bedeutender Bildhauer seiner Zeit, der bei wichtigen Ausstellungen wie der Biennale in Venedig oder der documenta in Kassel präsent war. Dabei vertrat er in den 1950er-Jahren die unmodische Auffassung, dass die Bildhauerei «aus dem Innern der Substanz in den Raum» dringt. Es ging ihm also darum, aus Materialien wie beispielsweise Stein Formen freizulegen. Seine Werke waren zunächst figurativ, dann löste sich die menschliche Figur zunehmend auf. Die Skulpturen muteten immer mehr wie Stelen an und strebten in die Vertikale. Die aus Granit realisierte Figur II ist Aeschbachers Spätwerk zuzuordnen. Zu der Zeit orientierte er sich an der konkreten Kunst, wie Max Bill sie in Zürich vertrat.

Ab den 1960er-Jahren erhielt Hans Aeschbacher zahlreiche Aufträge für Skulpturen an öffentlichen Plätzen in Zürich und Bern, aber auch im Ausland. Da seine abstrakten Skulpturen ihren Ursprung in der menschlichen Figur haben und einen Bezug zur Architektur suchen, treten sie in einen anregenden Dialog mit der Umgebung. Das Werk Figur II wurde nicht spezifisch für den Standort in Schönenwerd geschaffen; in den 1970er-Jahren stand die Skulptur beim Postgebäude in Elgg. (JI)

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