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Kunstengagement der Schweizerischen Post

Zobrist und Waeckerlin – Ohne Titel (1997)

Das Werk von Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin verbindet Kunst und Architektur zu einer klaren räumlichen Intervention und schärft den Blick für den Ort.

Über das Werk

Zobrist/Waeckerlin, Ohne Titel, 1997, Lenzburg© Die Schweizerische Post

Eckdaten

Zobrist/Waeckerlin
Ohne Titel, 1997
Aluminiumblech, einbrennlackiert, Siebdruck, je 14 × 13 × 11 cm
Post Filiale, 5600 Lenzburg 1

Werkbeschrieb

Am Postbetriebsgebäude in Lenzburg lassen sich farbig leuchtende Bausteine aus Aluminium ausmachen, die den Eingangsbereich der weitläufigen Architektur markieren. In insgesamt 24 Farbtönen – je sechs verschiedene Gelb-, Rot-, Blau- und Grüntöne – strahlen sie aus den Lamellenkonstruktionen zwischen den Säulen den Besuchenden entgegen. Die Elemente verleihen der klaren Architektur ein verspieltes Element. Wer in der überdachten Eingangszone steht, erkennt an der Innenseite der farbigen Boxen Buchstaben. Wie bei einem Spiel setzen sich daraus 24 verschiedene Wörter zusammen, welche die Farbtöne der jeweiligen Bausteine beschreiben: BUTTER(gelb) oder HIMMEL(blau) zum Beispiel, KORALLEN(rot) oder ENZIAN(blau).

Das Werk wurde 1997 am bereits 1984 vom renommierten Architekten Jacques Schader realisierten Postneubau installiert. Es ging als Siegerprojekt aus einem Wettbewerb mit drei eingeladenen Teilnehmenden hervor, der durch die Eidgenössische Kunstkommission in Zusammenarbeit mit der Direktion Hochbau und Liegenschaften PTT organisiert wurde. Das Künstlerinnenduo Zobrist/Waeckerlin arbeitete von 1992 bis 2014 zusammen und hat gemeinsam mehrere Kunst-am-Bau-Projekte in der Schweiz ausgeführt.

Zur Person

Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin

Die Künstlerinnen Agatha Zobrist (1966, Aarau) und Theres Waeckerlin (1965, Basel) liessen sich für ihr Werk von PTT-Werbeslogans aus den 1990er-Jahren inspirieren (z. B. «Meine Zukunft ist Rosa» oder «Mein Konto ist gelb»). Sie entwickelten das beschriebene Farben- und Wortspiel noch einen Schritt weiter, indem sie das anhand der Farbtöne und -bezeichnungen entwickelte Buchstabenset verdoppelten und daraus wie bei Scrabble neue Wörter zusammensetzten: HIRN zum Beispiel oder BELLEN und HERZEN. Diese verdichten sich im Innern des überdachten Eingangs zu poetischen Wortkombinationen und bestimmen die von aussen sichtbaren Farbmuster. (JI)

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